ehrenamtliches engagement

Der Ehrenamtlichen-Pool von lobby.16

Das Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit bei lobby.16 wächst und wächst und das freut uns. Wir haben mittlerweile eine große Anzahl an engagierten Menschen, die uns mit Nachhilfe unterstützen und/oder den jungen Flüchtlingen auch in anderen Belangen längerfristig zur Seite stehen.

Wir wissen dieses ehrenamtliche Engagement zu schätzen. Wir sehen, was dadurch alles an positiven Dingen bewirkt wird. Ohne das Tun unserer Ehrenamtlichen könnten wir viele Dinge nicht so nachhaltig betreiben. Junge Flüchtlinge erhalten durch die Ehrenamtlichen individuelle Unterstützung, Motivation, Optimismus und neue Kontakte – Dinge, die sehr wertvoll sind. Dank unserer Ehrenamtlichen konnten „unsere“ Jungs und Mädchen schon einige großartige ausbildungsbezogene Erfolge feiern. Ihre Arbeit ist im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar.

Wir halten Kontakt mit unseren Ehrenamtlichen und stehen ihnen mit Information und Beratung auch im persönlichen Gespräch zur Seite. Wir laden sie in regelmäßigen Abständen zu Infoabenden zu bestimmten Themen ein, nehmen auch gerne Themenwünsche entgegen. Wir informieren sie per Mail über unsere Veranstaltungen und Aktivitäten.

Wir sind immer auf der Suche nach Menschen, die sich ein- oder zwei Mal die Woche Zeit nehmen können, um einzelne Jugendliche gezielt zu unterstützen – entweder kurzfristig für die Vorbereitung auf eine Prüfung oder auch für einen längeren Zeitraum.

Wenn Sie Interesse haben, freuen wir uns über Ihren Anruf oder Ihre Mail!

Kontakt: Mag.a Daniela Albl, E-Mail: albl@lobby16.org; Tel.: 01/236 41

Statements

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Alina Pröckl, Studentin

Nach der Matura Freiwilligendienst in einem Backpack in Süd Afrika, danach ein halbes Jahr als Au Pair in Paris, seit 2008 Psychologiestudium in Wien, seit Februar 2010 ehrenamtliches Mitglied von lobby16.

Meine große Leidenschaft – schon als Kind – ist das Reisen, andere Kulturen, mir noch fremde Menschen. Das spannendste am Reisen ist, wenn man mit den Menschen aus diesem Land an einem Tisch isst, an einem Herd kocht, mit einem Fußball spielt, in einem Boot sitzt. Und überall bin ich mit offenen Armen empfangen worden. Einerseits möchte ich den Kindern und Jugendlichen, die unter nicht so schönen Umständen wie durch das Reisen nach Österreich gekommen sind, zeigen, dass sie willkommen sind. Auf der anderen Seite bin ich einfach nur neugierig und freue mich so viele starke Menschen kennenzulernen.
Angefangen bei lobby16 mitzuwirken habe ich mit der Betreuung einer jungen Frau aus Afghanistan. Ich lerne viel von ihr während sie mit mir über ihre Geschichte reden kann. Das Schöne ist der Austausch, der immer auf Gegenseitigkeit beruht.
Inzwischen habe ich mit Merle zusammen eine kleine Gruppe von Jugendlichen Englisch unterrichtet und freue mich, dass der Kurs sich großer Beliebtheit erfreut und wir ihn weiterführen werden.

There will come a time when the Earth grows sick and when it does a tribe will gather from all the cultures of the World who believe in deeds and not words. They will work to heal it...they will be known as the "Warriors of the Rainbow.” Cree Indianer Weissagung


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Linda, Studentin

Von lobby.16 und der Möglichkeit junge Flüchtlinge durch Nachhilfe zu unterstützen, erfuhr ich von einer Freundin, die sich selbst schon länger engagiert. Daraufhin habe ich mich bei Daniela gemeldet und bald meinen Schützling Amir kennen gelernt. Er ist seit Ende 2009 in Österreich und hat am Hauptschulprojekt von lobby.16 teilgenommen, allerdings zum damaligen Zeitpunkt kein Glück auf der Lehrstellensuche gehabt. Mittlerweile hat er jedoch auf eigene Faust eine Lehrstelle als Elektroinstallationstechniker gefunden. Dies war ein großer Erfolg für Amir, über den wir uns unglaublich gefreut haben. Nun gilt es die Herausforderung Berufsschule gemeinsam erfolgreich zu meistern.

Die Möglichkeit einem Schützling zur Seite zu stehen, stellt eine Bereicherung für beide Seiten dar: Amir bekommt Hilfe bei schulischen und außerschulischen Fragen und Problemen und kann seine Deutsch- und Englischkenntnisse verbessern. Ich hingegen erhalte Einblicke in das – nicht immer leichte – Leben eines jungen Flüchtlings, lerne eine andere Kultur kennen und erhalte die Möglichkeit ihn auf seinem Weg zu unterstützen.

Ein großes Dankeschön und ein dickes Lob an das lobby.16-Team, das diesen bereichernden Austausch ermöglicht!


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Ursula Ebel, Studentin

Die Initiative kostenloser Nachhilfestunden für junge Flüchtlinge von lobby.16 hat mich sofort angesprochen. Schon länger war ich in Wien – nachdem ich solche Angebote von anderen Städten, wie Leipzig, kenne – auf der Suche nach einem derartigen Projekt. Dank einer Bekannten bin ich schlussendlich auf lobby.16 gestoßen und habe bei meinem ersten Besuch gleich Hossein kennengelernt.

Seit einigen Monaten gebe ich nun Hossein Nachhilfestunden in Deutsch, Englisch und Mathematik und über die ersten Erfolge, wie die bestandene Prüfung des Hauptschul-Vorbereitungskurses, haben wir uns beide sehr gefreut. Wir treffen uns regelmäßig, abwechselnd in einer Bibliothek oder zuhause, gehen Lerninhalte durch und entwerfen mögliche Prüfungsbögen. Hossein bekommt durch unsere Treffen die Möglichkeit, sich auf Deutsch zu unterhalten und von den Herausforderungen in der Schule zu erzählen. Ich konnte im Gegenzug Einblicke in das österreichische Ausbildungssystem und dessen Vor- und Nachteile gewinnen.


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Yvonne Engstler, Studentin

Nachhilfe bei lobby.16:

Als ich im Dezember letzten Jahres per E-mail von lobby.16 erfuhr, habe ich mich sofort bei Daniela gemeldet, die mich gleich zu einem Kennenlerntreffen einlud und mir über die Arbeit der Organisation erzählte. Kurze Zeit später lernte ich meinen Nachhilfeschüler Yasin kennen, einen wahnsinnig lieben 15-Jährigen aus Afghanistan. Seit Jänner treffen wir uns ein bis zwei Mal die Woche bei mir zu Hause, wo wir gemeinsam Deutsch, Englisch und Mathe üben. Unsere Meetings sind abwechslungsreich, spannend und auch für mich immer sehr bereichernd: Erstens bin ich dankbar für die Möglichkeit, erste Nachhilfeerfahrungen auf so sinnstiftende Weise sammeln zu können und darüber hinaus merke ich, wie sich mein Horizont nach jedem Treffen noch ein Stückchen erweitert und wie viel ich von Yasin lerne.
Unlängst konnten wir übrigens ein besonderes Erfolgserlebnis feiern: Yasin wurde an einer Wiener HTL angenommen! Ich freue mich, dass ich ihn auf seinem Bildungsweg in Österreich weiter begleiten darf – und hoffe, dass ich ihm dabei helfen kann, einige der unzähligen Lücken, Stolpersteine und Hürden unseres derzeitigen Bildungssystems zu überwinden. Ich bin froh, dass wir bei lobby.16 so gut aufgehoben sind.


Barbara Gärber

Barbara Gärber, geb.1989

Studium der Internationalen Entwicklung, Dissertantin am Institut für Afrikawissenschaften, Uni Wien

Als ich 2011 auf die Arbeit von lobby.16 gestoßen bin, hatte ich mich gerade im Rahmen meines Studiums genauer mit dem Asylwesen in Österreich beschäftigt. Ich war sofort begeistert von dem Konzept des Vereins und begann Englischnachhilfe an einen jungen afghanischen Migranten zu geben, der zu diesem Zeitpunkt kurz vor seinem Hauptschulabschluss stand. Mit großer Freude beobachtete ich seine Fortschritte und dank seines Engagements und seiner Zielstrebigkeit meisterte er auch seine Prüfungen ohne Schwierigkeiten. Mittlerweile hat er sich hier in Wien gut eingelebt und sich zu einem selbstständigen jungen Mann entwickelt. Für mich ist es nach wie vor eine große Bereicherung, ihn auf seinem Weg ein Stück begleiten zu können!


Mag.<sup>a</sup> Maiada Hadaia

Mag.a Maiada Hadaia

Ich bin zufällig zu lobby.16 gekommen und ich finde die Idee und das Projekt großartig. Für mich ist es sehr wichtig sich für Jugendliche zu engagieren, denn sie sind die Zukunft des Landes, und diese jungen Leute, deren Heimat noch nicht Österreich ist, brauchen unsere Unterstützung und unsere Hilfe noch mehr. Sie sollen sich hier wohlfühlen und auskennen und eine gute Ausbildung erhalten. Dafür setze ich mich ein, leider viel zu wenig, da mein Privat- und Berufsleben viel von meiner Zeit abverlangt. Ich hoffe, dass sich viele andere Menschen für diese gute Sache einsetzten und ihr Wissen und ihre Gastfreundlichkeit mit den jungen Menschen teilen, die ihr Zuhause verlassen mussten, und hier bei uns angekommen sind. Wir sollen sie herzlich aufnehmen und mit ihnen unser Wissen teilen.
Ich bin dankbar für die schönen Momente mit der jungen Frau, mit der ich gelernt habe, und wenn ich sie heute sprechen höre, dann staune ich, bin zufrieden und freue mich für sie, dass sie alleine aus eigener Kraft und Motivation tolle Fortschritte gemacht hat. Als ich sie in ihrer Umgebung besucht habe, durfte ich wertvolle Einblicke in ihre Kultur und ihr Leben machen, von ihren Speisen und Getränken probieren. Ohne lobby.16 wären wir einander so nie begegnet und ich hätte einiges verpasst...


Frida Kieninger, Studentin

Ich arbeite bei lobby.16 mit, weil Nachhilfegeben interessant ist und ich es schön finde, dass ich etwas weitergeben kann an jemanden, die/der es echt gut gebrauchen kann. Gerade im Österreich von heute ist es nicht leicht als Migrant durchzukommen, und dagegen möchte ich etwas tun. Ich habe einem jungen Afghanen Englischnachhilfe gegeben und bei Bedarf auch in Deutsch und Philosophie geholfen. Ich habe schon den Eindruck, dass er Fortschritte macht und sich mit den Dingen auseinandersetzt, darüber nachdenkt, wie er sein Lernen verbessern kann. Allerdings haben wir uns sehr unregelmäßig getroffen – etwas öfter wäre sicher besser gewesen.


Stuart Lassar, Mathematiker/Statistiker; Lehrer in Pension

I was born and grew up in New York City, but have lived in Vienna since 1973. I'm retired and have been looking around for worthwhile ways to spend my free time. I contacted lobby.16 with an offer to help in English and Mathematics, and have been tutoring a couple of kids. I am overwhelmed to discover first-hand the amazing fates of people a lot less lucky than I. And, I am also astonished at the drive and motivation of some of these young people. I hope that I can help them a little bit with their struggle to succeed.
Stuart Lassar


Waltraud Löschner

Waltraud Löschner

Als pensionierte AHS-Lehrerin ist mir die Schulbildung von Jugendlichen nach wie vor ein großes Anliegen. Über lobby.16, die sich um junge, unbegleitete Flüchtlinge kümmert, lernte ich A. kennen. Er ist ein junger Afghane, der sein Zuhause, seine Eltern und Geschwister verloren hat. Ich unterrichte ihn in Einzelnachhilfe in Deutsch und teilweise auch in Englisch. Mich begeistert seine Offenheit und seine große Motivation, in Österreich den Hauptschulabschluss möglichst schnell zu schaffen, um anschließend eine Lehre beginnen zu können. Es ist mir eine große Freude, ihm dabei zu helfen und ihn durch unsere regelmäßigen Treffen auf seinem Weg zu einer guten Integration in Österreich zu begleiten.


Heidi Sequenz

Heidi Sequenz

Über eine Freundin erfuhr ich von dem Projekt und wusste sofort da möchte ich mitmachen. Seit einigen Monaten treffe ich mich mit Rahiima und helfe ihr hauptsächlich sich auf die vielen Prüfungen vorzubereiten, die sie für den Hauptschulabschluss braucht. Ich erkannte sofort, dass eine meiner Aufgaben sein wird, die Inhalte für Rahiima möglichst anschaulich zu machen. Was soll sich eine Schülerin, die kaum 10 Monate in Österreich ist und Somalisch als Muttersprache hat, unter einem “Aggregatzustand” vorstellen? Deswegen ist der Laptop immer dabei um das richtige Bild bereit zu haben.
Es ist für mich fast ein Wunder, wie fehlerfrei Rahiima nach so kurzer Zeit schreibt. Ihr Eifer und ihre hohe Motivation sind bewundernswert. Manchmal lesen wir gemeinsam ausgewählte Artikel aus Tageszeitungen, nicht nur um Rahiimas Wortschatz zu erweitern, sondern auch um sie mit jenen Themen vertraut zu machen, die das Land bewegen.


Anna Traninger

Anna Traninger, Studentin

Ich bin über eine Freundin zu lobby.16 gekommen und war von dem Nachhilfe-Projekt sofort begeistert. Der Verein vermittelte mich an Justin, einen Asylwerber aus dem Kongo, der seit 2009 in Österreich ist und seine Deutsch-Kenntnisse verbessern wollte.
Wir treffen uns mehr oder weniger regelmäßig bei mir zuhause, um offene Fragen der deutschen Sprache zu klären. Justins Lernwille hört aber bei den grammatikalischen Regeln noch lange nicht auf und so diskutieren wir über aktuelle politische Themen ebenso wie beispielsweise über die österreichische Geschichte. Gleichzeitig bringt mir Justin die kongolesische Kultur näher und frischt meine in Vergessenheit geratenen Französisch-Kenntnisse auf. Bald entwickelte sich aus der Nachhilfe eine gute Freundschaft: neben den Lerntreffen besuchten wir auch das Afrikafestival oder die weihnachtlichen Adventmärkte. Besonderer Grund zur Freude war Justins fabelhafter Hauptschulabschluss diesen Winter und die anschließende Aufnahme in ein Wiener Abendgymnasium.
Neben dem Gefühl, Justin unterstützen zu können, bin ich vor allem dankbar für diese neue Freundschaft, welche mir lobby.16 ermöglichte. Ich wünsche mir, dass mehr Personen diese Möglichkeit eines wahren kulturellen Austauschs nutzen, denn die Erfahrung ist ungemein bereichernd – für beide Seiten!


Vala, student

My meets with the young refugee (a boy) have been really good. We usually met at my place but sometimes at a coffee house. We talked mostly in English (but also in German) and we went over his homework and I also made him do extra exercises (...). But mostly, we just talked a lot about our lives and such, which was really rewarding for both of us I think!
It was a great experience and I am certain that I will continue doing something like this when I go back to Iceland!


andreas_zall

Andreas Zall, geb.1989
Psychologiestudent und Behindertenbetreuer, aber vor allem Mensch

Ich arbeitete schon ehrenamtlich bei Caritas in der Altenpflege, absolvierte aus Interesse ein Praktikum in einem Kindergarten und war in einem Netzwerk von Amnesty International tätig, aber erst während einer längeren Asienreise verstand ich Kriegsfolgen, Armut, politisch-wirtschaftliche Ausbeutung und Ungerechtigkeit und erkannte, dass ich mehr tun muss. Wieder zu Hause, gab es nicht nur leider einen politischen Rechtsdruck, sondern auch ein starkes soziales Engagement von FreundInnen, unter anderem für lobby.16 und ein Theaterprojekt mit AsylwerberInnen. Seitdem lerne ich mit Adam.
Ich bin froh, dass er mir hilft, die tschetschenische Kultur, den Islam, die österreichische Asylpolitik und darin ein Fremder zu sein, zu begreifen. Adam lernt von mir Mathematik, Deutsch, Englisch und dass es Menschen gibt, die sich kümmern. Er bedankt sich so oft und meint, sich nur wegen lobby.16 und mir schulisch so bessern und eine positive Sicht bewahren haben zu können. Dabei tue ich nicht mehr als ein bisschen Zeit mit ihm zu verbringen. Und wenn wir ehrlich sind, haben wir alle davon genügend übrig. Wir sind die glücklichen Wenigen, die ein Dach über dem Haus, einen Kühlschrank gefüllt mit Essen und einen Kasten voll Kleidung haben, und weder Krieg, Folter, Armut, noch Hungersnot erleben mussten. Gemeinsam die Welt ein bisschen bunter zu machen ist keine Adelstat, es ist unsere Schuld.
"You are not making a gift of what is yours to the person who is poor, but you are giving them back what belongs to them. You have been appropriating things that are meant to be for the common use of everyone. The earth belongs to everyone, not to the rich."


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Merle Lorenz, Studentin

Aufgewachsen in Hamburg, 3 Jahre Middle- und Highschool in den USA, Abitur in Braunschweig, Freiwilliges Soziales Jahr in Valencia (Spanien), seit 2008 Psychologiestudium in Wien, seit September 2010 ehrenamtliches Mitglied von lobby.16.

Sich in einem anderen, fremden Land zurechtfinden und einleben zu müssen, ist anstrengend und erfordert Unterstützung. Gerade als Jugendliche/r, egal welcher Herkunft und mit welchem Hintergrund, fühlt man sich manchmal orientierungslos bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit. Umso mehr Unterstützung benötigen daher Jugendliche, die ohne Eltern und Familie hier leben.
Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass Jugendliche, die sich in Österreich und Wien noch fremd fühlen, dieses Land ein kleines Stück mehr zu ihrer Heimat machen können. lobby.16 fördert, vermittelt, berät und initiiert Aktivitäten, die dabei helfen, Jugendliche zu motivieren sich in ihrem weiteren Leben zu orientieren und weitestgehend Unabhängigkeit zu erlangen.
Seit Herbst 2010 biete ich gemeinsam mit Alina einen Englischkurs an, der zum einen die Begeisterung für die englische Sprache wecken und zum anderen die Scheu vorm Sprechen nehmen soll. Der Kurs bereitet mir sehr viel Freude – mit all der Dankbarkeit und Wissbegierde der motivierten Jugendlichen und dem Kennenlernen neuer, mir noch fremder Kulturen.


Naomi Lassar

52 Jahre alt, Mutter von 3 erwachsenen Kindern, im Moment nicht berufstätig

Es gibt mehrere Gründe, warum ich bei lobby.16 tätig sein wollte und jetzt auch bin.
Ich will meine Freizeit klug und sinnvoll gestalten. Ich will auch einen kleinen Beitrag für diese jungen Leute leisten, die es wirklich schwer haben und eine gute Zukunft verdient haben. Meine Erfahrungen waren bis jetzt sehr positiv, es ist faszinierend mit diesen jungen Leuten zu sein, ihnen etwas zu vermitteln und auch viel von ihrer Kultur zu lernen. Ich will diese Erfahrungen nicht mehr missen.


maria_eisenreich

Mag.a Maria Eisenreich

Studium der Germanistik und der Romanistik, abgeschlossen – eine Notlösung – mit dem Lehramt; aus der Notlösung ist eine Passion, vielleicht auch eine Sucht geworden: kann also selbst nach Jahrzehnten als Lehrerin (zuletzt im DaF-Bereich) auch in der Pension nicht damit aufhören.

Warum ich mich für lobby.16 engagiere?

Erstens aus egoistischen Gründen: Weil es mir Spaß macht, mit engagierten jungen Leuten zu arbeiten.

Zweitens aus ideologischen Gründen: Weil ich Bildung für die gewinnträchtigste Investition in die Zukunft halte.

Drittens aus Berechnung: Im Wissen um die ausgleichende Gerechtigkeit des Universums hoffe ich, dass auch meine Tochter Menschen findet, die ihr beistehen, wenn ich es nicht kann.

Viertens aus Zorn und Wut: Weil ich das österreichische Fremden- und Asylrecht für höchst menschenverachtend halte.

Fünftens aus Dankbarkeit: Weil auch ich „Migrationshintergrund” habe und weiß, dass meine Eltern 1956 kein Asyl bekommen hätten und abgeschoben worden wären, hätten im Jahr 1956 ähnliche Gesetze gegolten wie heute.


lisa_giessauf

Valerie Kottmann

Ich studiere nun seit März 2011 hier in Wien Kultur- und Sozialanthropologie und interessiere mich besonders für die Arbeit im sozialen Bereich. Um nun neben den theoretischen Inputs meines Studiums auch die praktischen Tätigkeiten und Arbeitsbereiche kennenzulernen habe ich mich für ein studienbegleitendes Praktikum bei lobby.16 beworben und werde nun bis voraussichtlich Ende Jänner einen Einblick in die Arbeit mit jungen Flüchtlingen erhalten können. Für mich ist die Arbeit, die lobby.16 leistet, sehr unterstützenswert und ich denke, dass es ein sehr wichtiger Beitrag zur Unterstützung von jungen Flüchtlingen ist.
Bildung und Arbeit sind essentiell um in einem neuen Land Fuß zu fassen und sich ein Leben aufzubauen. Ich habe das Privileg, in einem Land, in dem ich nicht geboren wurde, studieren zu können. Meiner Meinung nach ist es wichtig und notwendig, darauf hin zu arbeiten, dass in Zukunft möglichst viele Menschen die Chancen bekommen, dort wo sie leben, auch lernen und arbeiten zu können und zu dürfen. Und dass sie von Anfang an dabei unterstützt werden ihre Ziele zu verfolgen und ihnen dabei keine, praktisch unüberwindbaren, Hürden in den Weg gestellt werden.

Ich bin sehr froh, dass ich im Rahmen meines Praktikums die Möglichkeit habe, in diesem Bereich mehr zu lernen und Erfahrungen sammeln zu können.


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Lisa Gießauf
geb. 1988, Steyr

Nach der Matura Freiwilliges Soziales Jahr in einem Waisenhaus in Johannesburg, Südafrika. Davor Mitarbeit bei interkulturellem Theaterprojekt mit jugendlichen Asylwerbern in Steyr. Seit 2008 Studium der Politikwissenschaften und Psychologie an der Uni Wien. Sanitäterin des Roten Kreuz. Freiwillige Mitarbeiterin bei Radio Afrika International in Wien.

Die Welt jeden Tag ein Stück bunter, fröhlicher, leuchtender gestalten- gemeinsam das Leben feiern, uns aufeinander einlassen, Neues entdecken, uns inspirieren lassen, tanzen und den Regentropfen lauschen. Viele bezaubernde Menschen haben mein Leben schon bunter gemacht, Menschen aus aller Welt, aus vielen Ländern.

Ich als junger Mensch weiß wie schwierig es oft ist, den Lebensweg zu finden und sicheren Schrittes weiter zu spazieren. lobby.16 ist ein Verein, der jugendlichen Flüchtlingen, ungeachtet des Aufenthaltsstatus, hilft sich zurechtzufinden, ihnen zeigt, wie sich sie selbst helfen können.

Ich möchte Teil dieser Idee sein, Jugendliche aus vielen Ländern bei ihrer Suche nach Arbeit, Ausbildung, einer zweiten Heimat zu unterstützen. Ich vermittle den jungen Leuten NachhilfelehrerInnen und werde im Herbst 2010 eine lobby.16-Theatergruppe ins Leben rufen und offen sein für alles Neue, was noch auf mich wartet!


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Mag.a Martina März
geb. 1970, Wien

Studium der Germanistik, Anglistik sowie Psychologie, Philosophie und Pädagogik (Lehramt) in Wien; mehrjährige Lektorate an ungarischen Universitäten und Projekte bzw. Auslandsaufenthalte als LehrerInnenfortbildnerin in Mittelosteuropa. Assistentin und Lehrbeauftragte am Institut für Germanistik der Universität Wien; seit 2001 Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache am Vorstudienlehrgang der Wiener Universitäten; Ausbildung als Berufsorientierungstrainerin am WIFI; Energiearbeit (Shambhala-Reiki, Energieseherin nach Martin Brune); seit 2007 Patin eines jungen afghanischen Flüchtlings.

Seit einigen Jahren ist die Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu einem fixen Bestandteil meines Lebens geworden. Wir können von diesen jungen Menschen, die zumeist in einer katastrophal tristen Verfassung, oftmals traumatisiert nach Österreich kommen, viel lernen, wenn wir bereit sind, uns auf sie einzulassen und ihnen auf gleicher Augenhöhe zu begegnen.

Begegnungen mit dieser Zielgruppe können sich wie eine Fahrt auf der Hochschaubahn anfühlen: ein wenig anfängliche Aufregung vielleicht, viel Freude und Lachen, doch jede Sekunde kann die Stimmung kippen und man kann in den Abgrund, quasi ins Nichts stürzen, insgesamt geht es aber immer kontinuierlich bergauf und am Ende bleibt in jedem Fall die Gewissheit, etwas gemeinsam geschafft zu haben, vielleicht sogar ein Glücksgefühl oder Euphorie, jedenfalls eine wunderbare Erinnerung.

Ich durfte schon viele solche Erlebnisse mit jungen Flüchtlingen teilen und fühle mich in ihrer Gegenwart immer sehr wohl. Daher ist Zeit das größte Geschenk, das ich den „Kids” bzw. lobby.16 machen kann, z.B. eine Woche als Reisebegleiterin von acht minderjährigen Mädchen auf dem Sterntalerhof (siehe Dokumentation).

Ich freue mich auf viele, weitere spannende Aktivitäten und Projekte, die wir gemeinsam initiieren, umsetzen und erleben werden.