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ehrenamtliches engagement
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Kurse abhalten
Wir haben in unserem Büro auch Kurse für Deutsch und Englisch in Kleingruppen laufen. Hier unterstützen uns Studenten, Lehrer in Pension, DaF-Trainer. Wenn Sie sich vorstellen können eine Kleingruppe von bis zu max. 8 jungen Flüchtlingen zu unterrichten (Deutsch, Englisch, Mathe) freuen wir uns auf Ihre Nachricht an:
Mag.a Daniela Albl, E-Mail: albl@lobby16.org; Tel.: 01/236 41 54
Statements von unseren Kursleitern

Merle Lorenz, Studentin
Aufgewachsen in Hamburg, 3 Jahre Middle- und Highschool in den USA, Abitur in Braunschweig, Freiwilliges Soziales Jahr in Valencia (Spanien), seit 2008 Psychologiestudium in Wien, seit September 2010 ehrenamtliches Mitglied von lobby.16.
Sich in einem anderen, fremden Land zurechtfinden und einleben zu müssen, ist anstrengend und erfordert Unterstützung. Gerade als Jugendliche/r, egal welcher Herkunft und mit welchem Hintergrund, fühlt man sich manchmal orientierungslos bei der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit. Umso mehr Unterstützung benötigen daher Jugendliche, die ohne Eltern und Familie hier leben.
Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass Jugendliche, die sich in Österreich und Wien noch fremd fühlen, dieses Land ein kleines Stück mehr zu ihrer Heimat machen können. lobby.16 fördert, vermittelt, berät und initiiert Aktivitäten, die dabei helfen, Jugendliche zu motivieren sich in ihrem weiteren Leben zu orientieren und weitestgehend Unabhängigkeit zu erlangen.
Seit Herbst 2010 biete ich gemeinsam mit Alina einen Englischkurs an, der zum einen die Begeisterung für die englische Sprache wecken und zum anderen die Scheu vorm Sprechen nehmen soll. Der Kurs bereitet mir sehr viel Freude – mit all der Dankbarkeit und Wissbegierde der motivierten Jugendlichen und dem Kennenlernen neuer, mir noch fremder Kulturen.

Alina Pröckl, Studentin
Nach der Matura Freiwilligendienst in einem Backpack in Süd Afrika, danach ein halbes Jahr als Au Pair in Paris, seit 2008 Psychologiestudium in Wien, seit Februar 2010 ehrenamtliches Mitglied von lobby.16.
Meine große Leidenschaft – schon als Kind – ist das Reisen, andere Kulturen, mir noch fremde Menschen. Das spannendste am Reisen ist, wenn man mit den Menschen aus diesem Land an einem Tisch isst, an einem Herd kocht, mit einem Fußball spielt, in einem Boot sitzt. Und überall bin ich mit offenen Armen empfangen worden. Einerseits möchte ich den Kindern und Jugendlichen, die unter nicht so schönen Umständen wie durch das Reisen nach Österreich gekommen sind, zeigen, dass sie willkommen sind. Auf der anderen Seite bin ich einfach nur neugierig und freue mich so viele starke Menschen kennenzulernen.
Angefangen bei lobby16 mitzuwirken habe ich mit der Betreuung einer jungen Frau aus Afghanistan. Ich lerne viel von ihr während sie mit mir über ihre Geschichte reden kann. Das Schöne ist der Austausch, der immer auf Gegenseitigkeit beruht.
Inzwischen habe ich mit Merle zusammen eine kleine Gruppe von Jugendlichen Englisch unterrichtet und freue mich, dass der Kurs sich großer Beliebtheit erfreut und wir ihn weiterführen werden.
There will come a time when the Earth grows sick and when it does a tribe will gather from all the cultures of the World who believe in deeds and not words. They will work to heal it...they will be known as the "Warriors of the Rainbow.” Cree Indianer Weissagung
Dipl.-Päd. DI Dieter Brandl
EDV-Grundkurs I, 02-04/2010, am WIFI Wien
Naomi Lassar
52 Jahre alt, Mutter von 3 erwachsenen Kindern, im Moment nicht berufstätig
Es gibt mehrere Gründe, warum ich bei lobby.16 tätig sein wollte und jetzt auch bin.
Ich will meine Freizeit klug und sinnvoll gestalten. Ich will auch einen kleinen Beitrag für diese jungen Leute leisten, die es wirklich schwer haben und eine gute Zukunft verdient haben. Meine Erfahrungen waren bis jetzt sehr positiv, es ist faszinierend mit diesen jungen Leuten zu sein, ihnen etwas zu vermitteln und auch viel von ihrer Kultur zu lernen. Ich will diese Erfahrungen nicht mehr missen.
Bernhard Vielkind, M.A.
52 Jahre alt, Mutter von 3 erwachsenen Kindern, im Moment nicht berufstätig
Warum ich bei lobby.16 mitarbeite:
Humanitäre unentgeltliche Arbeit seit meiner Jugend (Wasser- u. Rettungsdienst, amnesty international, Beteiligung und Organisation an/von Hilfslieferungen in Krisengebiete, Unterricht in Ghana, Cap Verde, Nicaragua); Weitergabe von Erfahrung und Wissen, method.- didakt. Unterrichten an Jugendliche – an jene begabten Menschen, die die Zukunft bedeuten; und: der Tendenz von Xenophobismus, der Gleichgültigkeit der „Wohlstands”menschen gegenüber Elend, Not entgegenzuwirken; aus Freude am Lehren und Lernen.
Meine bisherige Erfahrungen:
ELHAM, mein 21-jähriger Schüler, den ich unterstütze, ist sehr dankbar für das Gespräch und die Hilfe in Deutsch und Englisch. Meine Englischgruppe bemüht sich sehr, ist sehr interessiert Englisch zu lernen und es ist ein angenehmes Klima mit der Gruppe im Büroraum von lobby.16.

Mag.a Maria Eisenreich
Studium der Germanistik und der Romanistik, abgeschlossen – eine Notlösung – mit dem Lehramt; aus der Notlösung ist eine Passion, vielleicht auch eine Sucht geworden: kann also selbst nach Jahrzehnten als Lehrerin (zuletzt im DaF-Bereich) auch in der Pension nicht damit aufhören.
Warum ich mich für lobby.16 engagiere?
Erstens aus egoistischen Gründen: Weil es mir Spaß macht, mit engagierten jungen Leuten zu arbeiten.
Zweitens aus ideologischen Gründen: Weil ich Bildung für die gewinnträchtigste Investition in die Zukunft halte.
Drittens aus Berechnung: Im Wissen um die ausgleichende Gerechtigkeit des Universums hoffe ich, dass auch meine Tochter Menschen findet, die ihr beistehen, wenn ich es nicht kann.
Viertens aus Zorn und Wut: Weil ich das österreichische Fremden- und Asylrecht für höchst menschenverachtend halte.
Fünftens aus Dankbarkeit: Weil auch ich „Migrationshintergrund” habe und weiß, dass meine Eltern 1956 kein Asyl bekommen hätten und abgeschoben worden wären, hätten im Jahr 1956 ähnliche Gesetze gegolten wie heute.


