ehrenamtliches engagement

Mentor werden

Unser Ziel ist es, junge Flüchtlinge auf ihrem ausbildungs- und berufsbezogenen Weg gut zu begleiten. Vor allem beim Beginn einer Ausbildung, beim Einstieg in eine Lehre oder in eine Beschäftigung ist es oft wichtig, dass unsere Schützlinge zusätzlich zu unserer Unterstützung eine Bezugsperson haben, die eine Art Mentorfunktion übernimmt und mit Rat und Tat zur Seite steht.

Aufgaben eines Mentors

Den jungen Flüchtlingen fehlt es meist an Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Frage- und Problemstellungen am Arbeitsplatz bzw. im Umgang mit Konflikten, einige benötigen auch intensivere Unterstützung beim Lernen. Motivieren, zuhören, ein Gespräch anbieten, Rat geben und die eigene Berufs- und Lebenserfahrung weitergeben sind wichtige Funktionen einer Mentorschaft, wie wir sie verstehen. Sie benötigen keine speziellen Fachkenntnisse, müssen weder Lehrer für Deutsch, Mathematik oder andere Fächer sein – wesentlich ist vor allem Ihre Bereitschaft, einem jungen Menschen aus einer anderen Kultur mit Offenheit und Wohlwollen zu begegnen. Mentorschaft ist eine Bereicherung für Mentor und Mentee und das bestätigen auch die Erfahrungen, die wir bisher damit gemacht haben.

Ablauf und Dauer einer Mentorschaft

Wenn Sie Mentor für einen unserer Schützlinge werden möchten, laden wir Sie herzlich zu einem persönlichen Kennenlernen in unser Büro ein. Auf Basis dieses Gesprächs versuchen wir den „richtigen” Jugendlichen für Sie zu finden, um möglichst gute Voraussetzungen für ein Gelingen der Mentorschaft zu schaffen. Das Matchen beruht zum einen auf Gespür, wer zu wem passen könnte, zum anderen versuchen wir eventuelle Wünsche von Mentor und Mentee bzw. andere möglicherweise wichtige Aspekte zu berücksichtigen (Alter, Geschlecht, beruflicher Hintergrund, Sprachkenntnisse, Wohnort u.a.). Die Dauer der Mentorschaft kann entweder zu Beginn festgelegt werden, wenn das gewünscht ist bzw. dauert sie genau so lange wie beide Seiten damit einverstanden sind. Sie kann beiderseits jederzeit gelöst werden.

Unsere Mentees

Die Jugendlichen, die wir betreuen, sind im Durchschnitt zwischen 17 und 19 Jahren, mehr Burschen als Mädchen. Viele kommen aus Afghanistan, einige aus afrikanischen Ländern (Guinea, Nigeria, äthiopien, Kongo), andere aus Mazedonien, dem Kosovo, aus Moldawien, der Mongolei. Wenn Sie sich für eine Mentorschaft interessieren, freuen wir uns!

Kontakt:

Veronika Krainz, E-Mail: krainz@lobby16.org, Tel.: 01/236 10 27


Statements von unseren Mentoren

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Alina Pröckl, Studentin

Nach der Matura Freiwilligendienst in einem Backpack in Süd Afrika, danach ein halbes Jahr als Au Pair in Paris, seit 2008 Psychologiestudium in Wien, seit Februar 2010 ehrenamtliches Mitglied von lobby16.

Meine große Leidenschaft – schon als Kind – ist das Reisen, andere Kulturen, mir noch fremde Menschen. Das spannendste am Reisen ist, wenn man mit den Menschen aus diesem Land an einem Tisch isst, an einem Herd kocht, mit einem Fußball spielt, in einem Boot sitzt. Und überall bin ich mit offenen Armen empfangen worden. Einerseits möchte ich den Kindern und Jugendlichen, die unter nicht so schönen Umständen wie durch das Reisen nach Österreich gekommen sind, zeigen, dass sie willkommen sind. Auf der anderen Seite bin ich einfach nur neugierig und freue mich so viele starke Menschen kennenzulernen.
Angefangen bei lobby16 mitzuwirken habe ich mit der Betreuung einer jungen Frau aus Afghanistan. Ich lerne viel von ihr während sie mit mir über ihre Geschichte reden kann. Das Schöne ist der Austausch, der immer auf Gegenseitigkeit beruht.
Inzwischen habe ich mit Merle zusammen eine kleine Gruppe von Jugendlichen Englisch unterrichtet und freue mich, dass der Kurs sich großer Beliebtheit erfreut und wir ihn weiterführen werden.

There will come a time when the Earth grows sick and when it does a tribe will gather from all the cultures of the World who believe in deeds and not words. They will work to heal it...they will be known as the "Warriors of the Rainbow.” Cree Indianer Weissagung


Dr. Isolde Prskavec, Ärztin

Warum ich das „Ehrenamtliche Engagement” mache, in sehr geringem Ausmaß zwar: Die tapferen Jungen haben hier keine Menschen, durch die sie sich ein wenig zu Hause fühlen könnten.Wenn sie hier Hilfe suchen, so möchte ich mit meinen bescheidenen Mitteln versuchen, diese zu geben. Leider habe ich keine andere Möglichkeit, diese menschenfeindlichen Fremdengesetze zu verbessern.