ehrenamtliches engagement

Nachhilfe geben

Wir suchen vor allem für Mathematik, Englisch und Deutsch Interessierte, die sich ein- oder zwei Mal die Woche Zeit nehmen können, um einzelne Jugendliche gezielt zu unterstützen – entweder kurzfristig für die Vorbereitung auf eine Prüfung oder auch für einen längeren Zeitraum.
Wenn Sie Interesse haben, freuen wir uns über Ihren Anruf oder Ihre Mail!

Kontakt:
Mag.a Daniela Albl, E-Mail: albl@lobby16.org; Tel.: 01/236 41 54


Statements von unseren Nachhilfelehrern

Stuart Lassar, Mathematiker/Statistiker; Lehrer in Pension

I was born and grew up in New York City, but have lived in Vienna since 1973. I'm retired and have been looking around for worthwhile ways to spend my free time. I contacted lobby.16 with an offer to help in English and Mathematics, and have been tutoring a couple of kids. I am overwhelmed to discover first-hand the amazing fates of people a lot less lucky than I. And, I am also astonished at the drive and motivation of some of these young people. I hope that I can help them a little bit with their struggle to succeed.
Stuart Lassar


ursula_ebel

Ursula Ebel, Studentin

Die Initiative kostenloser Nachhilfestunden für junge Flüchtlinge von lobby.16 hat mich sofort angesprochen. Schon länger war ich in Wien – nachdem ich solche Angebote von anderen Städten, wie Leipzig, kenne – auf der Suche nach einem derartigen Projekt. Dank einer Bekannten bin ich schlussendlich auf lobby.16 gestoßen und habe bei meinem ersten Besuch gleich Hossein kennengelernt.

Seit einigen Monaten gebe ich nun Hossein Nachhilfestunden in Deutsch, Englisch und Mathematik und über die ersten Erfolge, wie die bestandene Prüfung des Hauptschul-Vorbereitungskurses, haben wir uns beide sehr gefreut. Wir treffen uns regelmäßig, abwechselnd in einer Bibliothek oder zuhause, gehen Lerninhalte durch und entwerfen mögliche Prüfungsbögen. Hossein bekommt durch unsere Treffen die Möglichkeit, sich auf Deutsch zu unterhalten und von den Herausforderungen in der Schule zu erzählen. Ich konnte im Gegenzug Einblicke in das österreichische Ausbildungssystem und dessen Vor- und Nachteile gewinnen.


Birgit Coufal und Mehdi

Birgit Coufal, Studentin

Ich engagiere mich für lobby.16, weil lobby.16 ein Verein ist, der wichtige Arbeit leistet und unterstützt gehört. Ich habe das große Glück gehabt, in guten und liebevollen Verhältnissen aufzuwachsen. Ich habe Zugang zu Bildung und generell einem sicheren, angenehmen Leben. Doch ich habe auch gelernt, dass das nicht selbstverständlich ist. Deswegen möchte ich etwas von dieser privilegierten Position zurückgeben. Ich versuche in einem mir möglichen Rahmen junge Leute zu unterstützen, in der Hoffnung, ihnen damit etwas Gutes zu tun. Ich weiß auch, dass es schwer ist, in einem „neuen Land” Anschluss zu finden. Deswegen möchte ich auch hier durch mein Engagement für positive Entwicklungen sorgen. Seit Jänner 2011 treffe ich mich regelmäßig mit Mehdi. Es macht wahnsinnige Freude zu sehen, wie blitzgescheit Mehdi ist, wie schnell er versteht und lernt, und mit wieviel Elan er bei der Sache ist, egal ob Musik, Biologie, Deutsch oder generell allgemeine Anliegen. Ich freue mich, dass ich ihn bei dem Lern- und Entwicklungsprozess unterstützen kann. Bisher waren unsere Treffen auf das lobby.16-Büro beschränkt, aber es stehen bald Museums- und Büchereibesuche an, was spannend wird! Ich kann zumindest für mich sagen, dass die Treffen mit Mehdi bereichernd sind, und ich hoffe, dass ihn unsere Treffen auch weiterbringen, in welcher Weise auch immer.


Frida Kieninger, Studentin

Ich arbeite bei lobby.16 mit, weil Nachhilfegeben interessant ist und ich es schön finde, dass ich etwas weitergeben kann an jemanden, die/der es echt gut gebrauchen kann. Gerade im Österreich von heute ist es nicht leicht als Migrant durchzukommen, und dagegen möchte ich etwas tun. Ich habe einem jungen Afghanen Englischnachhilfe gegeben und bei Bedarf auch in Deutsch und Philosophie geholfen. Ich habe schon den Eindruck, dass er Fortschritte macht und sich mit den Dingen auseinandersetzt, darüber nachdenkt, wie er sein Lernen verbessern kann. Allerdings haben wir uns sehr unregelmäßig getroffen – etwas öfter wäre sicher besser gewesen.


Barbara Kraml

Barbara Kraml, Studentin

Schon länger nach so einer Gelegenheit des kulturellen Austausches Ausschau haltend, hat mich ein glücklicher Zufall zu lobby.16 gebracht.
Was hier unter dem Namen "Deutschkonversation" begonnen hat und mittlerweile auch Nachhilfe in Englisch und anderen lebenspraktischen Dingen umfasst, hat schon längst mehr den Charakter eines freundschaftlichen Treffens als den einer Unterrichtssituation.
Somaia und ich lernen, nicht selten mit einem Lachen auf den Lippen, mit- und voneinander. Unsere Begegnung umfasst viel mehr Aspekte als nur einen sog. kulturellen Austausch, es ist einfach eine wunderbare zwischenmenschliche Begegnung.


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Anna Traninger, Studentin

Ich bin über eine Freundin zu lobby.16 gekommen und war von dem Nachhilfe-Projekt sofort begeistert. Der Verein vermittelte mich an Justin, einen Asylwerber aus dem Kongo, der seit 2009 in Österreich ist und seine Deutsch-Kenntnisse verbessern wollte.
Wir treffen uns mehr oder weniger regelmäßig bei mir zuhause, um offene Fragen der deutschen Sprache zu klären. Justins Lernwille hört aber bei den grammatikalischen Regeln noch lange nicht auf und so diskutieren wir über aktuelle politische Themen ebenso wie beispielsweise über die österreichische Geschichte. Gleichzeitig bringt mir Justin die kongolesische Kultur näher und frischt meine in Vergessenheit geratenen Französisch-Kenntnisse auf. Bald entwickelte sich aus der Nachhilfe eine gute Freundschaft: neben den Lerntreffen besuchten wir auch das Afrikafestival oder die weihnachtlichen Adventmärkte. Besonderer Grund zur Freude war Justins fabelhafter Hauptschulabschluss diesen Winter und die anschließende Aufnahme in ein Wiener Abendgymnasium.
Neben dem Gefühl, Justin unterstützen zu können, bin ich vor allem dankbar für diese neue Freundschaft, welche mir lobby.16 ermöglichte. Ich wünsche mir, dass mehr Personen diese Möglichkeit eines wahren kulturellen Austauschs nutzen, denn die Erfahrung ist ungemein bereichernd – für beide Seiten!


andreas_zall

Andreas Zall, geb.1989
Psychologiestudent und Behindertenbetreuer, aber vor allem Mensch

Ich arbeitete schon ehrenamtlich bei Caritas in der Altenpflege, absolvierte aus Interesse ein Praktikum in einem Kindergarten und war in einem Netzwerk von Amnesty International tätig, aber erst während einer längeren Asienreise verstand ich Kriegsfolgen, Armut, politisch-wirtschaftliche Ausbeutung und Ungerechtigkeit und erkannte, dass ich mehr tun muss. Wieder zu Hause, gab es nicht nur leider einen politischen Rechtsdruck, sondern auch ein starkes soziales Engagement von FreundInnen, unter anderem für lobby.16 und ein Theaterprojekt mit AsylwerberInnen. Seitdem lerne ich mit Adam.
Ich bin froh, dass er mir hilft, die tschetschenische Kultur, den Islam, die österreichische Asylpolitik und darin ein Fremder zu sein, zu begreifen. Adam lernt von mir Mathematik, Deutsch, Englisch und dass es Menschen gibt, die sich kümmern. Er bedankt sich so oft und meint, sich nur wegen lobby.16 und mir schulisch so bessern und eine positive Sicht bewahren haben zu können. Dabei tue ich nicht mehr als ein bisschen Zeit mit ihm zu verbringen. Und wenn wir ehrlich sind, haben wir alle davon genügend übrig. Wir sind die glücklichen Wenigen, die ein Dach über dem Haus, einen Kühlschrank gefüllt mit Essen und einen Kasten voll Kleidung haben, und weder Krieg, Folter, Armut, noch Hungersnot erleben mussten. Gemeinsam die Welt ein bisschen bunter zu machen ist keine Adelstat, es ist unsere Schuld.
"You are not making a gift of what is yours to the person who is poor, but you are giving them back what belongs to them. You have been appropriating things that are meant to be for the common use of everyone. The earth belongs to everyone, not to the rich."


anna_traninger

Yvonne Engstler, Studentin

Nachhilfe bei lobby.16:

Als ich im Dezember letzten Jahres per E-mail von lobby.16 erfuhr, habe ich mich sofort bei Daniela gemeldet, die mich gleich zu einem Kennenlerntreffen einlud und mir über die Arbeit der Organisation erzählte. Kurze Zeit später lernte ich meinen Nachhilfeschüler Yasin kennen, einen wahnsinnig lieben 15-Jährigen aus Afghanistan. Seit Jänner treffen wir uns ein bis zwei Mal die Woche bei mir zu Hause, wo wir gemeinsam Deutsch, Englisch und Mathe üben. Unsere Meetings sind abwechslungsreich, spannend und auch für mich immer sehr bereichernd: Erstens bin ich dankbar für die Möglichkeit, erste Nachhilfeerfahrungen auf so sinnstiftende Weise sammeln zu können und darüber hinaus merke ich, wie sich mein Horizont nach jedem Treffen noch ein Stückchen erweitert und wie viel ich von Yasin lerne.
Unlängst konnten wir übrigens ein besonderes Erfolgserlebnis feiern: Yasin wurde an einer Wiener HTL angenommen! Ich freue mich, dass ich ihn auf seinem Bildungsweg in Österreich weiter begleiten darf – und hoffe, dass ich ihm dabei helfen kann, einige der unzähligen Lücken, Stolpersteine und Hürden unseres derzeitigen Bildungssystems zu überwinden. Ich bin froh, dass wir bei lobby.16 so gut aufgehoben sind.


Vala, student

My meets with the young refugee (a boy) have been really good. We usually met at my place but sometimes at a coffee house. We talked mostly in English (but also in German) and we went over his homework and I also made him do extra exercises (...). But mostly, we just talked a lot about our lives and such, which was really rewarding for both of us I think!
It was a great experience and I am certain that I will continue doing something like this when I go back to Iceland!