unsere projekte

Unser Kernprojekt:
Bildungswege – ausbildungsbezogene Perspektiven für unbegleitete junge Flüchtlinge

Die „Bildungswege“ wurden mit einem Preis
der SozialMarie 2012 ausgezeichnet.
Infos: www.sozialmarie.org

Das Wichtigste bei unserer Arbeit ist immer eine Ausbildung für einen jungen Flüchtling, eine Perspektive. Diesem Ziel haben wir uns verschrieben. Und daran arbeiten wir im Projekt „Bildungswege“, das wir seit 2010 durchführen.

Migrantische Jugendliche sind am Lehrstellenmarkt unterrepräsentiert. Auch junge Flüchtlinge haben nach Absolvierung des einjährigen Hauptschulabschlusskurses kaum Chancen auf einen Lehrplatz. Es fehlt ihnen vor allem eine sattelfeste Qualifikation in den Schlüsselfächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Aufnahmetests für Lehrstellen oder weiterführende Schulen sind mit nur einem Jahr Hauptschulwissen nicht zu schaffen. Den jungen Flüchtlingen fehlt auch wichtige Erfahrung im Bewerbungsprocedere, das Wissen über kulturspezifische Alltagscodices und Umgangsformen, – letzteres ist doch oft mit entscheidend, ob ein Gespräch, eine Bewerbung gelingt.

Unsere Strategie: Wir setzen die Bildungswege in enger Kooperation mit Unternehmen um. Wir haben Partner bzw. suchen uns Partner aus der Wirtschaft, die uns mit Lehrstellen unterstützen und bereit sind jungen Flüchtlingen eine Startchance zu geben. Wir sorgen dafür, dass diese Jugendlichen

  • eine gute Nachqualifizierung nach dem Hauptschulkurs erhalten,
  • ihren Talenten und Interessen auf die Spur kommen,
  • in Unternehmen Berufe kennenlernen und schnuppern können
  • mit Mentoring und Nachhilfe von Ehrenamtlichen begleitet werden.

Neuaufsetzung der Bildungswege für 2012

Vor Lehrstellenantritt, von Februar bis Juli, qualifzieren wir die Jugendlichen in einem 6-monatigen Förderprogramm intensiv in den Schlüsselfächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Das Besondere am Projekt ist zudem, dass einige Jugendliche bereits während des Förderprogramms einen Tag/Woche, 6 Monate lang, im Unternehmen mitarbeiten bzw. dort geschult werden. Bei unserem Partner T-Mobile erhalten die 4 angehenden neuen Lehrlinge auch Mentoren aus dem Unternehmen. Einige andere Jugendliche wiederum werden von uns speziell in Mathe auf technische Lehrberufe bei der ÖBB und in anderen Unternehmen vorbereitet oder in Fachenglisch für Lehrberufe in der Hotellerie.

Die Durchführung des Förderprogramms hat uns ein Stiftungskonsortium ermöglicht (Martin und Gerda Essl Sozialpreis, Schweighofer Stiftung, Erste Stiftung), das unser Projekt für heuer zur Finanzierung ausgewählt hat. Es freut uns sehr, dass das gelungen ist. Vom BM.I haben wir für 2011 und auch 2012 eine Kofinanzierung erhalten, – dort stößt vor allem unsere enge Kooperation mit der Wirtschaft auf Wohlgefallen.

Unsere Unternehmenspartner für Lehrstellen:
Catering Service WIWAG Betriebsgastronomie GmbH,
Eurest Restaurationsbetriebsgesellschaft mbH., Hilton Hotels Vienna,
KBA-Mödling AG, ÖBB-Shared Service Center GmhH.,
T-Mobile Austria, wombats city hostels,

andere Unternehmen möchten wir noch ins Boot dazuholen.


Projekteckdaten: siehe Text im nachstehenden Balken:

2012
2011
2010

Begleitende Workshops / Kurse / Projekte

Basisbildung „FIT AM PC”
2012
2011
2010
2009

Basisbildung Deutsch, Englisch, Mathematik
2011
2010

Workshops
2011
2010

Interkulturelle Bildungsprojekte / Kooperationen mit Schulen
2010
2009

Alltagsunterstützung
2010
2009

come together – cook together

1/2010 – 8/2010

Dieses Projekt wird von Vielfalter, eine Initiative von Western Union und dem Interkulturellen Zentrum mit Unterstützung vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, gefördert. Vielfalter unterstützt Projekte, die das Potenzial, das in kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit steckt, begreifen und nutzen.

Projektinhalt:

Jugendliche von Berufsbildenden Höheren Schulen sowie Volksschüler kochen jeweils gemeinsam mit jungen Flüchtlingen ein "interkulturelles Menu". Die SchülerInnen zeigen, was sie in ihrer Schule im Fach Kochen lernen, die jungen Flüchtlinge wiederum bringen den SchülerInnen Spezialitäten aus ihrer Heimat näher.

Projektziele:

  • gegenseitige Annäherung und Kennen Lernen der Vielfalt von Kultur (insbes. der Esskultur, was ißt man wann wo) über das gemeinsame Kochen, Planen des Menus und das gemeinsame Essen
  • Empowerment der jungen Flüchtlinge
    (sie geben ihr Wissen und Können an Kinder und Jugendliche von hier weiter)

  • Abbau von Vorurteilen
  • Anbahnung neuer Kontakte, die über das Projekt hinaus bestehen bleiben

  • Reflexion der eigenen Identität und die Sensibilisierung für gesundes Essen
  • Das "Transportmittel" Kochen und Essen gibt darüber hinaus Anlass zur Reflexion der eigenen Identität: Was macht einen Menschen aus, wann ist ein Anderer ein "Fremder", was mag ich an mir, was an anderen? Wann schmeckt mir "fremdes" Essen, wann nicht?

Im Rahmen des Projektes soll die Idee von Slow Food transportiert bzw. mit Slow Food Wien kooperiert werden (Convivium-Leiterin Slow Food Wien: Barbara van Melle). Die Projektteilnehmer werden so auch für umweltbewusste und sozialverträglich erzeugte Lebensmittel, für regionale und saisonale Gerichte und nicht zuletzt für den Zusammenhang von Geschmack und Genuss sensibilisiert.

Projektleitung: Mag.a Elisabeth Huber, Tel. 0650/957 96 97; Mail: elisabeth-huber11@chello.at

Abschlussveranstaltung mit den Projektpartnern:
Freitag, 25. Juni, 17.00-19.00
Lernwerkstatt Regenbogenschule, Dirmhirngasse 138b, 1230 Wien (Schnellbahnstation Liesing)
Download Einladung: siehe Link Veranstaltungen

Projektdokumenation: siehe Link DOKUMENTATION